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Gene - interessante Fakten und wissenswerte Infos 

Wer sich intensiver mit der Familien- und Ahnenforschung beschäftigt oder auch, wer sich als Züchter engagieren möchte, wird sich früher oder später auch mit den biologischen Aspekten in diesem Zusammenhang auseinandersetzen müssen.

Ein wesentliches Stichwort dabei ist das Gen.

Gene sind zunächst nichts anderes als Informationseinheiten, die darüber bestimmten, wie ein Lebewesen oder eine Pflanze aussieht und welche Eigenschaften vorhanden sind.

 

 

Erstaunlich ist aber, dass es Gene gibt, die viele Menschen haben, obwohl das Gen eigentlich kein menschliches Gen sein kann. Ein Beispiel hierfür ist das sogenannte Ginger-Gen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dieses Gen für rote Haare und Sommersprossen zuständig und auf jeden Fall älter ist als 50.000 Jahre, es könnte sogar bis zu 100.000 Jahre alt sein.

Rund vierzig Prozent aller Schotten haben dieses Gen, etwa zehn Prozent haben rote Haare und Sommersprossen. Der Mensch ist aber erst vor rund 40.000 Jahren über Afrika nach Europa gekommen. Demzufolge müsste das Gen von den Neandertalern stammen, die 200.000 Jahre vor den Menschen in Europa lebten. Daraus ergibt sich die Frage, was es denn nun mit den Genen auf sich hat und welche Rolle sie bei der Vererbung von Eigenschaften an Nachkommen spielen.

 

Hier daher interessante Fakten und wissenswerte Infos zu Genen: 

 

Was sind DNS, DNA, Gene, Chromosomen und Proteine?

Das Kürzel DNS steht für Desoxyribonukleinsäure und ist in jedem Zellkern des menschlichen Körpers enthalten. Dabei sind in der DNS alle die Informationen gespeichert, den einen Menschen einzigartig machen. DNA ist das internationale Pendant zur DNS, denn Säure heißt im Englischen acid und aus diesem Grund ersetzt das A das S.

Ein Gen ist ein Stück der DNS und enthält Informationen darüber, wie ein bestimmtes Protein aufgebaut ist. Die Gene wiederum bilden die Chromosomen. Jeder Mensch hat 46 Chromosomen oder genauer gesagt 23 Chromosomenpaare, wobei ein Chromosomenpaar über das Geschlecht bestimmt. Proteine sind Eiweiße, die sich beim Menschen aus 21 Aminosäuren aufbauen.

Die Abfolge dieser Aminosäuren legt den Aufbau eines Genes und damit die Grundeigenschaften, die durch das jeweilige Gen vorhanden sind, fest. 

 

Was heißt Genetik?

Eng mit dem Begriff Gen ist die Genetik verbunden. Genetik leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet so viel wie Abstammungslehre und meint damit die Lehre von der Vererbung. Ein Pionier der Genetik war der Augustinermönch Gregor Mendel, auf den die Mendelschen Regeln zurückgehen. In seinem Klostergarten kreuzte er Erbsen, um auf diese Weise erforschen zu können, wie bestimmte Merkmale vererbt werden.

Möglich war dies vor allem deshalb, weil Erbsen nur wenige erkennbare Merkmale aufweisen, die entsprechend unproblematisch beschrieben und in Statistiken ausgewertet werden können.

Seine Regeln konnten dann 40 Jahre später auch wissenschaftlich erklärt und begründet werden, denn seinerzeit entstand die auf der Chromosomentheorie basierende wissenschaftliche Vererbungslehre.  

 

Was sind Genmanipulationen?

Die Eltern vererben ihre Gene an die Kinder, so dass die Gene eines Kindes jeweils zur Hälfte von der Mutter und zur Hälfte vom Vater stammen. Die genetischen Eigenschaften können sich jedoch von alleine verändern oder bewusst verändert werden. Die Forschung geht davon aus, dass sich Gene durch bestimmte Einflüsse wie beispielsweise Chemikalien, UV-Strahlung oder radioaktive Strahlung chemisch verändern.

Daneben kann es auch spontane Veränderungen geben und diese Launen der Natur werden als Mutationen bezeichnet. Die Folgen dieser Veränderungen können nicht in Erscheinung treten, genauso aber auch positiv oder negativ sein. Greift der Mensch gezielt ein und verändert die Gene, wird dies als Genmanipulation bezeichnet.

Da alle Gene identisch aufgebaut sind und die Informationen, die in den Genen gespeichert sind, im ganzen Organismus in gleicher Form verarbeitet werden, können Gene ausgetauscht werden. Dazu benötigt der Gentechniker das Gen, das die gewünschten Eigenschaften enthält, und kann es nach der Vervielfältigung in die Zellen einbauen.

Auf diese Weise können neue Eigenschaften, neue Pflanzenarten und auch neue Tiere entstehen.  

 

Was sind Klone?

Ein Klon ist ein Lebewesen, das exakt die gleichen Gene hat wie ein anderes Lebewesen. Beide Lebewesen sind somit aus genetischer Sicht identisch, sehen gleich aus und haben die gleichen Eigenschaften.

In der Natur gibt es zahlreiche Beispiele für Klone. So können alle Pflanzen auf natürliche Art Klone bilden und beispielsweise Zwiebelpflanzen sind immer Klone. Daneben sind auch eineiige Zwillinge natürlich Klone. 1996 gab es mit dem Schaf Dolly das erste geklonte Säugetier und seitdem kamen verschiedene andere geklonte Tiere zur Welt.

So gibt es beispielsweise seit 2008 geklonte Drogenspürhunde in Südkorea und auch besonders leistungsfähige und wertvolle Zuchtpferde werden erfolgreich geklont. Einen geklonten Menschen gibt es bislang noch nicht. In Deutschland wäre dies auch nicht möglich, denn hier ist das Klonen von Menschen durch den im Grundgesetz verankerten Schutz der Menschenwürde verboten.

 

Weiterführende Genealogie, Stammbäume und Vorlagen:

Stammbaumanalyse Übungen
Vererbung von Blutgruppen und Rhesusfaktor
Tabelle, Vorlage und Tipps für einen Lebensbaum und Hausbaum
Richtige Bezeichnungen in der Ahnenreihe
Die Geschichte der Ahnenforschung

 

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