Wenn man von einem Stammbaum der deutschen Geschichte sprechen will, dann ist das so sicher nicht ganz richtig. Denn Stammbäume im eigentlichen Sinne, gibt es ja nur bezogen auf „Familien“ und die Blutsverwandtschaft zwischen den verschiedenen Generationen.
Ein „Stammbaum“ der deutschen Geschichte, entspricht eher einer Chronik in der die Ereignisse aufgelistet bzw. beschrieben werden, die im Zusammenhang mit dem Gebiet bzw. der Nation oder dem Volk stehen. Natürlich kann es dabei sein, dass ein „Stammbaum“ einer bestimmten Familie in so einer Chronik auftaucht. Das gilt vor allem dann, wenn die Mitglieder einer Familie über mehrere Generationen besonders „gesellschaftlich“ aufgefallen sind.
Ein gutes Beispiel für solche „Stammbäume“ in einer Landeschronik, können sicher die königlichen Dynastien sein, die es zweifelsohne auch in der deutschen Geschichte gab. Besonders bedeutsame Ereignisse, werden aber nicht nur als „Aufsatz“ niedergeschrieben. Möchte man sich z.B. die kriegerischen Ereignisse genauer ansehen, die im Zusammenhang mit dem Land stattgefunden haben, kann eine einzelne Zeitlinie schon reichen, in der man die Jahreszahlen einträgt, in denen es einen Krieg gab. Dazu ist es auch noch üblich, die „Bezeichnungen“ für diese kriegerischen Auseinandersetzungen in diese Zeitlinie einzutragen. Üblicherweise werden solche Ereignisse natürlich nach dem Sieger bzw. dem jeweiligen Schlachtfeld benannt.
Die Varusschlacht
Allerdings gibt die „deutsche“ Geschichte auch eine „Schlacht“ her, die man nach dem „Verlierer“ benannt hat. Dabei geht es um nichts Geringeres als die berühmte „Varusschlacht“ im Teutoburger Wald. Der Römer Varus, wurde hier von dem Germanen Arminius geschlagen, der über viele Jahre selbst als „Römer“ erzogen wurde und damit auch genau wusste, wie er seine Gegner anzugreifen hat. Natürlich kann man hier nicht von einem eigentlich „deutschen“ Ereignis sprechen. Trotzdem ist es so, dass es auf dem Gebiet, des heutigen Deutschland stattfand und gehört damit zur Geschichte eines Gebietes, dass als „Ahne“ der deutschen Geschichte gelten kann.
1"Alternative" at Monday, 15 September 2008 09:29by Luise
So ein Geschichtsstammbaum könnte aber eine schöne Alternative zu den üblichen Referaten in der Schule sein. Denn zum einen sind die Daten ja darin übersichtlich zusammengefasst und auch die Zusammenhänge werden verständlicher. Zum anderen kann es die Schüler sicher motivieren, wenn sie die Geschichte erforschen und nicht einfach nur abschreiben und auswendig lernen.