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Die beliebtesten Gräber prominenter Idole E-mail

Bizarrer Kult - die "beliebtesten" Gräber prominenter Idole  

Eigentlich soll ein Verstorbener in seiner Grabstätte die letzte Ruhe finden und schon als Kind lernt jeder, dass der Friedhof ein Ort der Stille ist. Andächtig, leise, bisweilen fast ein wenig ehrfürchtig und immer im Gedenken an den Toten werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.

Fröhlich zu lachen, sich lauthals zu unterhalten oder gar ein Erinnerungsfoto mit dem Grabstein zu schießen, gehört sich einfach nicht. Mit den ruhigen und besinnlichen Gepflogenheiten ist es aber schnell vorbei, wenn es sich um das Grab eines Prominenten handelt.

 

 

Seine Grabstätte wird nicht selten zu einer Touristenattraktion mit Kultstatus, die bei Stadtrundfahrten als fester Programmpunkt auf der Liste der Sehenswürdigkeiten steht, täglich unzählige Male fotografiert wird und manchmal regelrecht unter einem Blumenmeer verschwindet. Einerseits mag dies wie ein bizarrer Kult anmuten. Andererseits werden Stars dadurch tatsächlich unsterblich und viele Fans wären ihrem Vorbild zu Lebzeiten nie so nahegekommen wie jetzt an seinem Grab.

 

Die folgende Übersicht stellt einige der “beliebtesten”
Gräber prominenter Idole vor:
 

 

Edgar Allan Poe, 19. Januar 1809 - 7. Oktober 1849

Der Dichter und Autor hatte entscheidenden Einfluss auf die Kriminal- und Horrorliteratur, das Genre der Science Fiction und die moderne Dichtung. Zu der Todesursache und den näheren Umständen seines Todes gibt es zahlreiche Theorien, keine davon konnte aber bisher bewiesen werden.

Interessant ist jedoch eine mysteriöse Tradition, die 100 Jahre nach dem Tod des Dichters ihren Anfang nahm. Seitdem erscheint an jedem Geburtstag des Autors eine Person am Grab, die in einen schwarzen Mantel gehüllt ist und einen schwarzen Hut trägt.

Sie legt drei rote Rosen nieder, stellt eine Flasche Cognac auf das Grab und bringt einen stummen Toast auf den Toten aus. Wer diese Person ist und was diese Tradition zu bedeuten hat, ist bis heute nicht bekannt.  

 

Maria Eva Duarte de Perón, 7. Mai 1919 - 26. Juli 1952

Die legendäre Evita Perón war schon zu Lebzeiten überaus beliebt und wird in Argentinien bis heute noch wie eine Heilige verehrt. Nachdem die First Lady mit nur 33 Jahren an Gebärmutterhalskrebs verstorben war, wurde ihr Sarg mit gläsernem Deckel im Kongressgebäude aufgebahrt. Mit dem Sturz Peróns 1955 verschwand auch der Leichnam Evitas aus der Öffentlichkeit.

Um die Erinnerungen an sie und ihren Mann vergessen zu machen, ließen die neuen Machthaber den Leichnam heimlich nach Mailand ausfliegen und dort unter dem Namen Maria Maggi de Magistris beisetzen. Erst nach einem dreijährigen Zwischenaufenthalt in Madrid fand Evita Perón 1974 schließlich den Weg zurück in ihre Heimat. 1976 fand sie ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Recoleta in Buenos Aires.

Bis heute pilgern vor allem am Muttertag unzählige Menschen zu ihrem Grab, um dort Blumen niederzulegen und zu beten. 

 

Erneste Guevara de la Serna,

14. Mai 1928 - 9. Oktober 1967

Der besser als Che Guevara bekannte Guerillaführer, Politiker und Autor wird als Nationalheld verehrt, sein Fotoportrait ist weltberühmt und heute Kult. Offiziellen Angaben zufolge wurde Che Guevara im Kampf getötet. Während seine Hände abgetrennt, konserviert, zur Identifizierung nach Buenos Aires geschickt und anschließend Kuba überlassen wurden, wurden seine Gebeine an einem zunächst unbekannten Ort begraben.

Erst 1997 verriet ein ehemaliger Offizier der bolivianischen Armee die Begräbnisstätte. Daraufhin wurden die sterblichen Überreste Che Guevaras nach Kuba überführt und im Rahmen eines Staatsbegräbnisses in Santa Clara beigesetzt.

Das ihm zu Ehren errichtete Mausoleum hat heute des Status eines Nationaldenkmals und wird entsprechend zahlreich von Touristen, aber auch von Sozialisten aus aller Welt besucht.   

 

James Douglas Jim Morrison,

8. Dezember 1943 - 3. Juli 1971

Jim Morrison war ein US-amerikanischer Sänger, Frontmann der Rockgruppe “The Doors”, Lyriker und gilt als einer der charismatischsten Rockmusiker seiner Zeit. Sein Lebensstil und sein sehr früher Tod, bei dem die näheren Umstände nie mit Sicherheit geklärt werden konnten, ließen zahlreiche Legenden entstehen und den Künstler zur Kultfigur werden. Beigesetzt wurde Morrison am 7. Juli 1971 auf dem Pariser Friedhof “Père Lachaise”.

Mit seiner Langzeitfreundin Pamela Courson, dem Manager der Doors Bill Siddons, seinen Freunden Alain Ronay und Agnès Varda sowie seiner Sekretärin Robin Wertle nahmen nur fünf Personen an seiner Beerdigung teil. Auf dem Grab wurde eine kleine Steintafel platziert, die 1973 jedoch gestohlen wurde. In den Folgejahren blieb die Grabstätte unbeschriftet.

Erst 1981 finanzierten seine ehemaligen Bandkollegen einen Grabstein, der 1990 dann im Auftrag von Morrisons Eltern durch einen Grabstein mit Bronzeplatte ersetzt wurde. Seine Fans verehrten den Künstler zum Teil in bizarren Formen. So pilgerten sie nachts auf den Friedhof, veranstalteten Drogen- und Saufgelage, hinterließen Graffiti auf den umliegenden Gräbern und auch von Versuchen, das Grab zu öffnen, wird berichtet.

Seit 1994 ist die Grabstätte deshalb durch ein Metallgitter abgesperrt. Trotzdem gehört das Grab des Rocksängers bis heute zu den meistbesuchten Touristenattraktionen in Paris. 

 

Elvis Aaron Presley, 8. Januar 1935 - 16. August 1977

Der US-amerikanische Musiker und Schauspieler gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Rock- und Popmusik des 20. Jahrhunderts. Seine riesigen Erfolge und seine besondere Ausstrahlung brachten ihm den Beinamen “King of Rock’n’roll” ein.

Mit schätzungsweise über einer Milliarde verkauften Tonträgern gilt Elvis Presley als der erfolgreichste Solo-Künstler der Welt. Der Ausnahmekünstler starb im Alter von 42 Jahren. Zwei Tage nach seinem Tod wurde er begleitet von rund 90.000 Menschen neben seiner Mutter auf dem Forrest Hill Friedhof beigesetzt. Allerdings hatte es den Versuch gegeben, die sterblichen Überreste des Sängers zu stehlen.

Die Erben erwirkten deshalb eine Sondergenehmigung und seit Oktober 1977 befindet sich die letzte Ruhestätte des Künstlers im Garten seines Anwesens Graceland. Bis heute pilgern jedes Jahr hunderttausende Fans zu dem Grab, um dem “King” die Ehre zu erweisen. 

 

Hans Hölzel alias Falco,

19. Februar 1957 - 6. Februar 1998

Schon zu Lebzeiten machte der österreichische Musiker durch sein exzentrisches Auftreten von sich reden. Nachdem er bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik tödlich verunglückt und sein Leichnam nach Österreich überführt worden war, wurde er auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Mitglieder der Wiener Motorrad-Rocker “Outsider Austria”, die 1985 schon in einem Musikvideo mitgespielt hatten, trugen den Künstler zu Grabe, begleitet von mehr als 4.000 Fans. Ähnlich exzentrisch wie der Künstler selbst ist auch seine Grabstätte gestaltet. So wird sie von einem auffälligen roten Obelisk und einer mannshohen Glasplatte, auf der der Künstler mit einem weit geöffneten Mantel abgebildet ist, geziert.

Am Fußende befindet sich eine gläserne Vitrine, in der Fans bis heute regelmäßig Blumen und andere Grüße ablegen.

 

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