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Anleitung fuer ein Ortsfamilienbuch
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Anleitung zum Schreiben und Vermarkten von einem Ortsfamilienbuch

Grundsätzlich gibt es eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten, wie ein Ortsfamilienbuch geschrieben und gestaltet werden kann. Insofern ist es durchaus sinnvoll, zunächst ein Archiv oder eine Bibliothek aufzusuchen und sich mithilfe der dortigen Sammlung einen Überblick über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten zu verschaffen.  

Ratsam ist außerdem, mit einer Art Probelauf zu beginnen.

 

Das bedeutet, der Autor sollte zunächst eine Familie auswählen und sämtliche Arbeitsschritte, die für das Ortfamilienbuch notwendig sind, an dieser Beispielfamilie durchgehen und ausprobieren.  Auf diese Weise erhält er dann einerseits einen Eindruck über den Ablauf und kann andererseits an der optischen Gestaltung dieser ersten Probeseite und damit seines späteren Ortsfamilienbuches feilen.  

Einige Museen und Vereine verfügen über Ortsfamilienbücher, die in einer Reihe herausgegeben worden sind. Soll auch das eigene Ortsfamilienbuch in eine solche bestehende Reihe aufgenommen werden, sollte sich der Autor zudem mit dem Herausgeber oder dem jeweiligen Verein oder Museum in Verbindung setzen.    

 

1. Die erste Entscheidung 

Die erste Entscheidung, die der Autor nun treffen muss, besteht darin, welchen zeitlichen und geografischen Umfang das Ortsfamilienbuch haben soll. Ein Ortsfamilienbuch kann eine politische oder eine Kirchengemeinde umfassen.  

Dabei wird der Umfang vielfach von Haus aus von der geschichtlichen Entwicklung bestimmt, beispielsweise wenn ein Ort in mehrere Gemeinden aufgeteilt wurde und der Autor sich dazu entscheidet, die Familien bis zum Zeitpunkt der Aufteilung zu erfassen. Als grobe Richtlinie für ein klassisches Ortsfamilienbuch gilt, dass dieses die Daten ab Beginn der Kirchenbücher erfassen und entweder mit Beginn der standesamtlichen Registrierungen oder mit Beginn der Einführung der Datenschutzbestimmungen enden sollte.

Selbstverständlich steht es dem Autor jedoch letztlich frei, den Zeitraum selbst zu festzulegen, so dass sein Ortsfamilienbuch auch in der Gegenwart enden kann. Hat sich der Autor für einen Bearbeitungszeitraum entschieden, kann er anhand der in diesem Zeitraum geschlossenen Ehen ungefähr abschätzen, wie viele Familien zu bearbeiten sind und welchen Gesamtumfang sein Ortsfamilienbuch haben wird.

Ergibt sich ein sehr großer Umfang, kann es sinnvoll sein, den zeitlichen oder geografischen Umfang des Ortsfamilienbuches nochmals etwas einzuschränken.      

 

2. Das Zusammentragen der Familien 

Grundsätzlich sollte der Autor versuchen, die Familien und Einwohner möglichst vollständig zu erfassen. Dabei sind aus genealogischer Sicht vor allem Personen wie Soldaten, Alleinstehende, kinderlose Paare und Personen, die zugezogen sind oder nur kurzzeitig in dem Ort gelebt haben, interessant. 

Dies liegt daran, dass diese Personengruppen früher oft nicht erfasst wurden und es somit für Familienforscher teils unmöglich ist, deren Schicksal zu klären. Neben den Lebensdaten sollte der Autor außerdem auch solche Daten erfassen, die die soziale Stellung einer Person wiedergeben.  

Hierzu gehören beispielsweise der Stand, der Beruf sowie Grundbesitz.

 



 
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