You are at: Der Stammbaum arrow Stammbaum Tiere arrow Stammbaum Darstellung arrow Die Geschichte von Vornamen
E-mail

Infos zur Geschichte von Vornamen und ihrer Bedeutung 

Lange Zeit bestand die Funktion des Vornamens darin, einen Menschen anzusprechen und ihn dabei eindeutig von einer anderen Person zu unterscheiden.

Aus diesem Grund wurde in sehr frühen Zeiten auch nicht von Vornamen, sondern vielmehr von Rufnamen gesprochen. Die Bezeichnung Vorname entwickelte sich, als es notwendig wurde, Nachnamen einzuführen, um Personen mit gleichem Rufnamen identifizieren zu können.

 

        Die Geschichte unserer Rufnamen blickt auf Germanische Wurzeln zurück.

Zunächst setzte sich der Name aus zwei Gliedern zusammen, was zeitgleich ein charakteristisches Merkmal von indoeuropäischen Rufnamen ist. Beispiele hierfür sind Fried-bert oder Hilde-brand. Bis in das vierte Jahrhundert hinein standen die Namensglieder in einem bestimmten Verhältnis zueinander und wurden schlicht zusammengesetzt.

So sind mit dem Namen Hildewig zwei Worte zusammengesetzt, die Kampf bedeuten, Hilde-fried steht für Kampf und Frieden. Ab 750 bis 1050 verlor die Semantik weitestgehend ihre Bedeutung und zweigliedrige Namen wurden vor allem wegen ihres Klanges zusammengesetzt.

Zeitgleich verbreiteten sich eingliedrige Namen und Kurzformen wie beispielsweise Ernst, Karl, Bernd oder Wolf. Daneben kamen Namen auf, die durch die Wahl der Suffixe Auskunft über das Geschlecht gaben, so war Bruno zum Beispiel männlich und Bruna weiblich.

 

       

In der zweiten Hälfte des achten Jahrhunderts kamen christliche Namen in das germanische Namensrepertoire und vor allem bei Geistlichen waren biblische und hebräische Namen wie David, Abraham oder Markus beliebt.

Ab Mitte des 12. Jahrhunderts orientierte sich die Namensgebung weiterhin stark an Heiligen, den mittlerweile hatten viele Städte und auch Berufsstände ihre Schutzpatrone und dementsprechend wurden Kindern Namen wie Martin, Georg, Nikolaus oder deren Kurzformen gegeben. Zudem unterlagen Namen zunehmend Modeerscheinungen, die letztlich immer von den Geschehnissen geprägt waren.

Die beliebtesten Namen im späten Mittelalter waren Margarethe, Elisabeth und Katharina sowie Johannes, Nikolaus und Peter. Aus diesen Namen heraus bildeten sich dann neue Namen in Kurzform, wie beispielsweise Jan aus Johannes oder Klaus aus Nikolaus, sowie Namen, die der Sprache angepasst wurden. So wurde aus Josephus beispielsweise Josef und daraus im Englischen Josh und im Spanischen Jose.

 

       

Im 17. und 18. Jahrhundert waren die Namen oft Ausdruck der Frömmigkeit und Kinder hießen jetzt Gottlieb oder Traugott.

Im 19. Jahrhundert erfolgte dann die Abkehr von kirchlichen und religiösen Namen und den Einflüssen vom kulturellen und sprachlichen Austausch wurde Rechnung getragen. Heute unterliegt die Namenswahl vor allem Modeerscheinungen und den jeweiligen Geschmäckern.

Im Jahre 2008 waren die beliebtesten fünf Jungennamen in Deutschland dabei Maximilian, Alexander, Leon, Paul und Luca, bei den Mädchennamen belegen Sophie, Marie, Maria, Anna und Johanna die Plätze eins bis fünf.

 

Thema: Die Geschichte der Vornamen

 

 
< Prev   Next >

mehr Artikel

Stammbaeume in der Psychotherapie Stammbäume als Hilfsmittel in der Psychotherapie Früher oder später muss sicherlich jeder die Erfahrung machen, dass das Leben nicht immer einfach, unkompliziert und nach den eigenen Vorstellungen verläuft. Allerdings gibt es auch unangenehme und schwierige Situationen oder Probleme, die eine Person nicht selbst beeinflussen konnte, sondern die familiäre Ursachen haben. Dabei kann es sich einerseits um Problemstellungen handeln, die aus Spannungen und Konflikten innerhalb der Familie resultieren, und andererseits um ungelöste Probleme oder negative Erfahrungen, die von den Folgegenerationen bewusst oder unbewusst aufgenommen wurden und diese nun negativ beeinflussen.   Ganzen Artikel...

Anleitung fuer ein Ortsfamilienbuch Anleitung zum Schreiben und Vermarkten von einem OrtsfamilienbuchGrundsätzlich gibt es eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten, wie ein Ortsfamilienbuch geschrieben und gestaltet werden kann. Insofern ist es durchaus sinnvoll, zunächst ein Archiv oder eine Bibliothek aufzusuchen und sich mithilfe der dortigen Sammlung einen Überblick über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten zu verschaffen.  Ratsam ist außerdem, mit einer Art Probelauf zu beginnen.  Ganzen Artikel...

Stammbaum Grafiken und Diagramme Stammbaum Grafiken, Tabellen und Diagramme  Hier finden Sie diverse Grafiken, Tabellen, Vorlagen und Diagramme zum Thema Stammbaum und Ahnenforschung,  sowie Genealogie und Anleitungen.    Die Links zu unseren Grafiken, öffnen sich in einem neuen Fenster: 1.Diagramm zum Ablauf der Ahnenforschung2.Stammbaum Grafik und Diagramm3.Ahnentafel Vorlage und Diagramm4.Übersicht zu Personenstandsurkunden5.Die wichtigsten Angaben auf der Abstammungsurkunde6.Übersicht und Tabelle zu genealogischen Zeichen  Thema: Stammbaum Grafiken, Tabellen und Diagramme    Ganzen Artikel...

Die wichtigsten Infos zur Kindersitzpflicht im Auto Die wichtigsten Infos zur Kindersitzpflicht im Auto   Kinder haben großen Spaß daran, die Welt zu entdecken. Dabei bleibt natürlich auch die eine oder andere Autofahrt nicht aus. Weil Kinder aber kleiner und leichter sind als Erwachsene, haben sie ein deutlich größeres Risiko, bei einem Unfall schwere Verletzungen zu erleiden. Aus diesem Grund brauchen sie einen geeigneten Kindersitz, der sie sichert.  Ganzen Artikel...



Infos und Tipps zur Ahnenforschung Grundlegende Infos und Tipps zur Ahnenforschung Die überwiegende Motivation für die Suche nach den eigenen Wurzeln und die Erforschung der eigenen Familiengeschichte ist sicherlich zunächst schlichtweg Neugier. Im Laufe der Zeit entwickelt sich diese Neugier dann aber häufig zu wirklichem Interesse. Insbesondere wenig erfahrene Hobbyforscher sehen sich jedoch oft recht schnell mit Hürden konfrontiert, die die Forschungsarbeit deutlich erschweren. Insofern ist es wichtig, von Beginn an systematisch vorzugehen und Fehler zu vermeiden.   Ganzen Artikel...

Translation

Themengebiete

Bedürfnisorientierte Erziehung - was heißt das?
Bedürfnisorientierte Erziehung - was heißt das? Es gibt viele verschiedene Erziehungskonzepte mit ganz unterschiedlichen Ans&...
Grundstrukturen molekularer Stammbaeume
Grundstrukturen molekularer Stammbäume Zunächst befasst sich die Molekularbiologie mit den Strukturen, Biosynthesen und Funktione...
5 gute Gründe fürs Basteln im Herbst mit den Kids
5 gute Gründe fürs Basteln im Herbst mit den Kids Die Blätter werfen ihr Laub ab, die Temperaturen sinken, es wird neblig...
Alles Wichtige rund um die Namensänderung, Teil 2
Alles Wichtige rund um die Namensänderung, Teil 2 Der eigene Name ist Teil der Identität und der Lebensgeschichte. Er prä...
Uneheliche Kinder in der Familienforschung
Uneheliche Kinder in der Familienforschung Auf der Suche nach den Ahnen und Vorfahren treten immer wieder Hürden und Hindernisse auf. S...
Was ist eine "Familienaufstellung"? (1. Teil)
Was ist eine Familienaufstellung ? (1. Teil) Wenn der Begriff “Familienaufstellung” fällt, löst dies höchst unte...

themesclub.com cms Joomla template
Copyright © 2026 Stammbaum Vorlagen - Familie, Tipps und Ratgeber  -  All Rights Reserved.
design by themesclub.com
themesclub logo
Autoren & Betreiber Artdefects Media Verlag