Eine Gestalt der griechischen Mythologie ist der Stammbaum der Antigone. Die gleichnamige Tragödie von Sophokles wird auch heute noch an Theatern aufgeführt. Die Sage gehört zum thebanischen Zyklus, der als der zweite große Sagenkreis der griechischen Mythologie gilt. Antigone ist ein Kind aus der inzestuösen Ehe von Ödipus mit seiner Mutter Iokaste.
Ödipus sticht sich – nachdem er die inzestuöse Natur seine Ehe erfahren hat – die Augen aus und Antigone begleitet ihren Vater in die Verbannung nach Kolonos bei Athen. Ihr Onkel Kreon will Antigone entführen, aber Antigone wird von Theseus befreit. Nachdem ihr Vater verstorben ist, kehrt Antigone nach Theben zurück. Hier will sie den vorausgesagten Zweikampf ihrer Brüder verhindern. Polyneikes und Eteokles haben sich über der Machtteilung immer weiter zerstritten und Polyneikes wurde schließlich von seinem Bruder vertrieben.
Der Onkel Kreon von Antigone
Mit einem Heer zieht er gegen die ‚siebentorige‘ Stadt Theben, um seinen Bruder Eteokles zu stürzen. An sechs Toren kann Eteokles Polyneikes schlagen, am siebten und letzten Tor aber bringen sich die Brüder gegenseitig um. Kreon wird neuer König von Theben und verbietet, dass Polyneikes bestattet wird. Antigone hält sich nicht an dieses Verbot und führt die Rituale durch, die ihrem Bruder den Weg in den Hades ermöglichen. Nach vollbrachter, symbolischer Bestattung wird sie von einem Wächter entdeckt und vor ihren Onkel Kreon geführt.