You are at: Der Stammbaum arrow Biologie Stammbaum arrow Stammbaum Bilder arrow Liste: 40 zeitlose Kindernamen, Teil 3
Liste: 40 zeitlose Kindernamen, Teil 3 E-mail

Liste: 40 zeitlose Kindernamen, Teil 3

 

Einige Kinder werden nach den Eltern oder den Großeltern benannt. Andere Kinder bekommen einen Namen, zu dem die Eltern einen besonderen Bezug haben. Manche Eltern lassen sich von Büchern, Filmen oder Promis inspirieren, andere Eltern orientieren sich an den Listen mit den beliebtesten Vornamen eines Jahres.

Und dann gibt es Eltern, die weder ausgefallene und exotische Namen möchten noch aktuellen Trends folgen. Stattdessen suchen sie zeitlose Klassiker, die auch in vielen Jahren noch schön klingen und ihren Nachwuchs gut durchs Leben begleiten. In einer mehrteiligen Liste stellen wir 40 solche zeitlosen Kindernamen vor. Wir erklären ihre Bedeutung, nennen die weibliche und die männliche Form und zeigen, wie die Namen abgewandelt werden können. Hier ist Teil 3!

 

29. Nikolaus

Nikolaus besteht aus dem griechischen niké für Sieg und laós für Volksmenge. Der Heilige Nikolaus war einer der 14 Nothelfer und ist der Schutzpatron von Schiffern und Seeleuten, Kaufleuten, Bäckern und Schülern. Seit dem 12. Jahrhundert war der Name als volkstümlicher Name verbreitet. Später verlor er dann ein wenig an Bedeutung. Erst im 20. Jahrhundert kehrte er zurück und ist auch aktuell wieder recht beliebt.

Die Form Nikolaus wird aber seltener gewählt. Stattdessen entscheiden sich die Eltern häufiger für Abwandlungen. Dazu gehören unter anderem Klaus, Klas, Nick, Nico, Nicolas, Niklas, Niels, Nikolai und Nikita.

Die weibliche Form von Nikolaus ist Nicole, die es auch als Nicolette, Nicla oder Nikoline gibt. Eine weitere Abwandlung ist Nikola. Während sie im deutschsprachigen Raum als Mädchenname verwendet wird, ist Nikola (oder Nicola) im Italienischen ausschließlich ein männlicher Vorname. Um eine eindeutige Zuordnung zu ermöglichen, verlangen einige Standesämter deshalb einen klar weiblichen Zweitnamen.

 

30. Oliver

Der Name Oliver geht auf das französische Rolandslied zurück. Darin ist Oliver ein Waffengefährte von Roland. Und während sich Roland durch seine ungestüme Tapferkeit kennzeichnet, ist Oliver besonnen und gemäßigt.

In Deutschland war der Vorname lange Zeit kaum verbreitet. Erst in den vergangenen Jahrzehnten hat sich Oliver zu einem modernen und beliebten Klassiker entwickelt. Abwandlungen des Namens sind Olivier, Olli und Oliviero.

Anders als oft angenommen, ist Olivia nicht die weibliche Form. Eine weibliche Variante von Oliver gibt es nämlich nicht. Der Name Olivia geht vielmehr auf das lateinische oliva für Olive oder Ölbaum zurück. Der Name ist seit dem Mittelalter bekannt und war seitdem immer mal wieder im Trend. Abwandlungen sind Olla, Oliva, Olivet und Livy.

 

31. Paul

Paul hat seine Wurzeln im lateinischen paulus für klein. Namensvorbild war der Apostel Paulus. Mit jüdischem Vornamen hieß er eigentlich Saul (bzw. Saulus im Lateinischen), bekam den Namen Paulus aber wahrscheinlich schon bei seiner Geburt als Zweitname. Nachdem sich Paulus Christus zugewandt hatte, wechselte er seinen Namen. Daher kommt auch das Sprichwort, dass jemand vom Saulus zum Paulus wird.

Schon im Mittelalter war Paul ein beliebter Taufname, Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte der Name dann einen großen Boom. Danach ging die Beliebtheit zurück, heute ist Paul wieder sehr angesagt. Andere Formen des Namens sind zum Beispiel Paulinus, Paolo, Pawel, Pablo oder Pals.

Die weibliche Form ist Paula. Auch sie ist seit dem Mittelalter verbreitet und durchlief Phasen, in denen der Name mal beliebter und mal weniger verbreitet war. Abwandlungen des Namens sind Pauline, Paulette und Paola. 

 

32. Peter

Der Name Peter leitet sich vom lateinischen Petrus ab. Dieser Name wiederum stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt soviel wie Stein oder Felsblock.

Als Name des Apostels Petrus war der Name Peter in der christlichen Welt schon früh sehr verbreitet. Petrus war der erste Bischof von Rom und nachdem er den Märtyrertod gestorben war, wurde über seinem Grab die Peterskirche erbaut. Im Mittelalter war Peter einer der beliebtesten Vornamen überhaupt. Danach ging die Verbreitung etwas zurück, bis der Name seit Anfang des 20. Jahrhunderts dann wieder neuen Aufschwung bekam.

Von dem Vornamen gibt es zahlreiche Abwandlungen. Dazu gehören zum Beispiel Pete, Pitt, Pierre, Peer, Pietro, Pedro und Pjotr. Die weibliche Form ist Petra, die unter anderem in Perette, Pierrine, Pietje und Petronia abgewandelt werden kann.

 

33. Phillip

Phillip setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern philos für Freund und hippos für Pferd zusammen. In der christlichen Welt war der Name durch Apostel Phillipus schon früh weit verbreitet. Im Rheinland war Phillip im 12. Jahrhundert sogar einer der beliebtesten Namen für Jungen. Anders als in Frankreich und Spanien wurde der Name in deutschen Adels- und Herrscherhäusern aber kaum gewählt. Das Buch “Struwwelpeter” von Heinrich Hoffmann, in dem der Zappelphilipp vorkommt, verhalf dem Namen noch einmal zu großer Bekanntheit. Bis heute ist der Name sehr beliebt.

Neben unterschiedlichen Schreibweisen gibt es in Phillip auch in mehreren Abwandlungen, so zum Beispiel als Phil, Filippo oder Felipe. Das weibliche Pendant ist die Philippa, die auch Filippa oder Felipa heißen kann.

 

34. Robert

Der Name Robert war zunächst kein eigenständiger Name, sondern vielmehr eine Nebenform von Rupert. Rupert setzt sich aus dem germanischen hroth für Ruhm oder Ehre und dem althochdeutschen beraht für glänzend zusammen. Im deutsprachigen Raum war Rupert seit dem Mittelalter verbreitet. Namensvorbild war der Heilige Rupert, der der erste Bischof von Salzburg war und Ende des 7. Jahrhunderts zum Schutzpatron Bayerns wurde. Der Name war so weit verbreitet, dass die süddeutsche Koseform Rüpel zu einem Schimpfwort wurde.

Im niederdeutschen Sprachraum verbreitete sich im Mittelalter die Abwandlung Robert. Von hier aus gelangte der Name nach Frankreich und mit den Normannen schließlich auch nach England. Während der Vorname Robert auf dem Festland gerne in Adels- und Herrscherhäusern gewählt wurde, wurde er in England volkstümlich. Im Laufe der Zeit geriet der Name danach etwas in Vergessenheit. Erst mit der Ritterdichtung im 18. Jahrhundert wurde er wiederbelebt und gehört seitdem zu den gerne genommenen Klassikern.


Den Robert gibt es auch in Formen wie Bob, Bobby, Robby, Robin, Rob und Roberto. Die weibliche Form ist Roberta, die in Roberte und Robertine abgewandelt werden kann.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen: 

 

 
< Prev   Next >

mehr Artikel

Ausführlicher Ratgeber zur Aufnahme eines Pflegekindes, Teil 3 Ausführlicher Ratgeber zur Aufnahme eines Pflegekindes, Teil 3   Nicht alle Kinder finden bei ihrer leiblichen Familie das Zuhause, das sie brauchen. Dann springen Pflegeeltern ein, die die Kinder vorübergehend oder dauerhaft bei sich aufnehmen und für sie sorgen. Allerdings stellen sich rund um eine Pflegschaft oft viele Fragen. Deshalb haben wir einen ausführlichen Ratgeber zur Aufnahme eines Pflegekindes erstellt, in dem wir die wichtigsten Punkte klären. Hier ist der letzte Teil 3!   Werden die Pflegeeltern zum Vormund des Kindes?  Ganzen Artikel...

7 Behördengänge bei Nachwuchs 7 Behördengänge bei Nachwuchs Wenn ein Baby zur Welt kommt, ist die Freude riesengroß. Doch das Leben wird nicht nur gehörig durcheinandergewirbelt. Stattdessen stehen zwischen Verwandtenbesuchen, Windeln wechseln und Fläschchen machen auch einige Formalitäten auf dem Programm.    Ganzen Artikel...

Uebersicht zum Berufsbild Historiker Infos und Übersicht zum Berufsbild Historiker Grundsätzlich handelt es sich bei einem Historiker um einen Wissenschaftler, dessen Hauptaufgabenfeld in der Erforschung und Darstellung von Geschichte liegt. Da nach dem Grundgesetz jedoch jeder forschen und lehren kann, darf sich prinzipiell auch jeder Historiker nennen, der sich wissenschaftlich oder publizistisch mit historischen Fragen auseinandersetzt. Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschland erkennt allerdings nur solche Mitglieder an, die über einen entsprechenden Universitätsabschluss verfügen oder eine publizistische Auseinandersetzung mit historischen Themen belegen können.    Ganzen Artikel...

Infos und Tipps zur Ahnenforschung Grundlegende Infos und Tipps zur Ahnenforschung Die überwiegende Motivation für die Suche nach den eigenen Wurzeln und die Erforschung der eigenen Familiengeschichte ist sicherlich zunächst schlichtweg Neugier. Im Laufe der Zeit entwickelt sich diese Neugier dann aber häufig zu wirklichem Interesse. Insbesondere wenig erfahrene Hobbyforscher sehen sich jedoch oft recht schnell mit Hürden konfrontiert, die die Forschungsarbeit deutlich erschweren. Insofern ist es wichtig, von Beginn an systematisch vorzugehen und Fehler zu vermeiden.   Ganzen Artikel...



Winterliche Brauchtumstage in der Übersicht Winterliche Brauchtumstage in der Übersicht Vier Wochen vor Weihnachten beginnt die Adventszeit. Dann wird der Adventskranz aufgestellt und an jedem Sonntag eine Kerze mehr angezündet. Die Wohnung wird zunehmend weihnachtlich geschmückt, Weihnachtsplätzchen werden gebacken und die Kinder dürfen jeden Tag ein Türchen an ihrem Adventskalender öffnen.    Ganzen Artikel...

Translation

Themengebiete

Basistipps für die Ahnenforschung, 1. Teil
Basistipps für die Ahnenforschung, 1. Teil Viele Leute interessieren sich für ihre Herkunft und ihre Vorfahren. Vor allem, wen...
Die schönsten Bräuche und Riten rund um Neujahr
Die schönsten Bräuche und Riten rund um Neujahr Viele Jahrhunderte lang wurde der Jahreswechsel an unterschiedlichen Tagen gefeier...
Eine Ahnentafel selber machen - Infos und Tipps, 2. Teil
Eine Ahnentafel selber machen - Infos und Tipps, 2. Teil Die Erforschung der eigenen Familiengeschichte kann sehr spannend sein und übe...
5 Fragen zum Erbe mit Nießbrauchrecht
5 Fragen zum Erbe mit Nießbrauchrecht Das sogenannte Nießbrauchrecht macht es möglich, Vermögenswerte zu über...
Familiengründung ohne Trauschein: Was die Eltern wissen sollten
Familiengründung ohne Trauschein: Was die Eltern wissen sollten Sagt ein Paar “Ja” zum Kind, aber “Nein” zur Eh...
5 gute Gründe fürs Basteln im Herbst mit den Kids
5 gute Gründe fürs Basteln im Herbst mit den Kids Die Blätter werfen ihr Laub ab, die Temperaturen sinken, es wird neblig...

themesclub.com cms Joomla template
Copyright © 2026 Stammbaum Vorlagen - Familie, Tipps und Ratgeber  -  All Rights Reserved.
design by themesclub.com
themesclub logo
Autoren & Betreiber Artdefects Media Verlag