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Irrtümer in der Geschichte der Menschheit E-mail

Große Irrtümer in der Geschichte der Menschheit richtiggestellt 

Die Menschheit hat viel geforscht und experimentiert. Dadurch verfügen wir über ein breites Wissen, können vieles erklären und viele Erkenntnisse für Erfindungen verwerten und alltägliche Dinge nutzen. Doch im Laufe der Geschichte gab es immer wieder auch große Irrtümer.

 

 

Einige davon sollten sich im Laufe der Zeit als schlichte Fehlannahmen herausstellen, andere Irrtümer hatten dramatische Folgen. Ein Beispiel dafür ist die Auffassung führender Wissenschaftler, dass die Atomenergie weder als Energiequelle noch für militärische Zwecke genutzt werden könne. Mehrere Atombomben und Reaktorunfälle sollten diese Fehleinschätzung auf tragische Art belegen. Aber es gibt auch jene Irrtümer, die uns heute schmunzeln lassen.

 

In der folgenden Liste werden ein paar große Irrtümer
in der Geschichte der Menschheit richtiggestellt:
 

 

Die Erde ist eine Scheibe, eine Kugel und der Mittelpunkt des Universums.

Eigentlich war schon sehr früh bekannt, dass die Erde keine Scheibe ist. Im alten Ägypten hatte Eratosthenes nämlich schon 240 vor Christus den Umfang der Erde ausgerechnet. Durch diese Bestimmung des Erdumfangs, die übrigens bis heute im Physikunterricht verwendet wird, um das Grundmaß für die Länge zu erklären, war also klar, dass die Erde eine kugelförmige Form haben muss.

Allen Zweifeln und auch Belegen zum Trotz hielten aber vor allem die Christen an der Annahme, die Erde sei eine Scheibe, fest. Ein Grund hierfür mag sein, dass diese fehlerhafte Annahme ihren Weg in die Geschichtsschreibung gefunden hatte und durch regelmäßiges Abschreiben immer wieder neu befeuert und verbreitet wurde.

Gleichzeitig waren die christlichen Kirchen von ihrem geozentrischen Weltbild überzeugt. Kein geringerer als Gott selbst hatte die Welt schließlich erschaffen und zudem seinen eigenen Sohn auf diese Erde geschickt. Folglich konnte die Erde gar nichts anderes sein als der Mittelpunkt des Universums. Bücher, die das Gegenteil belegten, darunter beispielsweise die Arbeiten von Galileo Galilei, wurden kurzerhand verboten. Die Verbote behielten bis weit über das Mittelalter hinaus Gültigkeit, die Bücher Galileis etwa standen in der katholischen Kirche bis 1835 auf dem Index.   

Der erste Eindruck der Menschen, die Erde sei eine Scheibe, erweis ist also als falsch. Aber auch die Ansicht, die Erde sei seine Kugel, ist eigentlich nicht richtig. Aufnahmen aus dem Weltall lassen die Erde zwar wie eine runde Kugel aussehen. Aber genauso ist bekannt, dass der Abstand vom Mittelpunkt der Erde bis zum Äquator 6.378 Kilometer beträgt, während der Erdmittelpunkt und die Pole jeweils nur 6.357 Kilometer auseinander liegen. Eine gleichmäßig runde Kugel ist die Erde somit nicht.

Um die tatsächliche Form der Erde beschreiben zu können, bietet sich der Vergleich mit einem Luftballon an. Wird ein Luftballon mit Wasser gefüllt und anschließend in eine Drehbewegung versetzt, verändert sich seine Form.

Der Luftballon ist dann mit mehr rund, sondern seine beiden Pole verschieben sich in Richtung Mittelpunkt. Die Kugel wird somit ähnlich wie eine Ellipse ein wenig flacher. Bei der Erde kommt noch hinzu, dass sie keine ebene, glatte Oberfläche hat. Stattdessen weist die Erdkugel Einbuchtungen und Erhebungen auf, die sich durch unterschiedliche Massen im Erdinneren erklären. 

 

Kolumbus entdeckte Indien.

Es war bekannt, dass es in China und in Indien wertvolle Gewürze und kostbare Stoffe wie Seide gab. Also hatte sich Vasco da Gama auf den Weg gemacht, um einen Seeweg mit diesen Zielen zu finden. 1498 hatte der portugiesische Seefahrer den Seeweg auch tatsächlich abschließend erkundet. Die Route, die Gewürzroute hieß, führte um Afrika herum nach Indien.

Nun war die Gewürzroute aber nicht nur sehr lang, sondern unterwegs lauerten auch allerlei Gefahren. Kolumbus wiederum war davon überzeugt, dass Indien über einen Seeweg in westlicher Richtung ebenfalls zu erreichen sein müsse. Er stützte seine Annahme auf die Kugelform der Erde und den seit Eratothenes bekannten Erdumfang.

Also machte sich Kolumbus im August 1492 auf und fuhr gen Westen. Im Oktober stieß er tatsächlich auf Land und war sicher, Indien entdeckt zu haben. Folglich bezeichnete er die Einwohner, die ihm dort begegneten, als Indianer. 

 

Vom Weltall aus ist die Chinesische Mauer zu erkennen.

Lange Zeit hielt sich der Mythos, beim Blick auf die Erde vom Weltall aus sei die Chinesische Mauer zu erkennen. Tatsächlich ist es aber so:

Die Chinesische Mauer ist an den breitesten Stellen 10 Meter breit. Die internationale Raumstation ISS kreist mit einem Abstand von rund 350 Kilometern um die Erde. Dieses Verhältnis zwischen Breite und Entfernung auf ein 2 Millimeter breites Streichholz angewandt, würde bedeuten, dass das Streichholz aus einem Abstand von 70 Metern zu sehen sein müsste.

Mit entsprechenden Teleobjektiven ist es tatsächlich gelungen, die Chinesische Mauer aus dem Weltall zu fotografieren. Allerdings war sie nicht als wirkliches Bauwerk, sondern lediglich als dünne Linie zu sehen. Mit bloßem Auge ist die Chinesische Mauer aber sicher nicht zu erkennen.

Noch unwahrscheinlicher wird die Behauptung, wenn es in die Weiten des Weltalls geht. So ist die Erde beispielsweise vom Mond rund 380 Millionen Meter entfernt. Übertragen auf das Beispiel mit dem Streichholz, würde das bedeuten, dass das Streichholz aus einer Entfernung von 78 Kilometern zu erkennen sein müsste. 

 

Autos sind nur ein kurzzeitiges Modephänomen.

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. war sich sicher, dass Autos nur ein vorübergehendes Phänomen bleiben und das Pferd letztlich seine Stellung als wichtigstes Verkehrsmittel behaupten werde. Selbst Gottlieb Daimler, einer der entscheidenden Autopioniere, war in Sachen Auto eher skeptisch. Er glaubte, dass sich sowohl die Anzahl der Fahrzeuge als auch die Anzahl der Fahrer in Grenzen halten werden.

Es sollte sich zeigen, dass sich beide geirrt haben. Heute ist für uns der Führerschein selbstverständlich und das Auto längst alltäglich. Inzwischen wird sogar intensiv an Autos gearbeitet, die ganz alleine fahren und somit keinen Chauffeur mehr brauchen.

Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass es irgendwann andere Verkehrsmittel geben wird, die Autos in der heutigen Form ersetzen werden. Bisher erweist sich die Annahme, Autos würden nur ein kurzzeitiges Modephänomen bleiben, jedoch als Irrtum. 

 

Computer und Fernsehen werden sich nicht durchsetzen.

In den 1940er-Jahren waren sich führende Wissenschaftler und Unternehmer recht sicher, dass weder Fernseher noch Computer eine echte Zukunft haben. So ließ beispielsweise der damalige IBM-Vorstand verlauten, dass er einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer sehe.

Auch was das Fernsehen betrifft, wurde die Meinung vertreten, dass das Fernsehen einen kurzfristigen Boom erleben, sich aber nie gegen das Radio durchsetzen werde. Bei einem Blick in jeden durchschnittlichen Haushalt wird klar, dass beide Annahmen gewaltige Irrtümer waren.

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