You are at: Der Stammbaum arrow Biologie Stammbaum arrow Mythen und Irrtuemer der Astronomie
Mythen und Irrtuemer der Astronomie E-mail

Die größten Mythen und Irrtümer der Astronomie 

Viele führt die Suche nach den eigenen Wurzeln zumindest ein Stück weit auch in die Astronomie, denn die Frage danach, woher wir kommen und durch welche Umstände sich alles entwickelt hat, gehört nun einmal auch in den Bereich der Wissenschaft rund um die Gestirne und das Universum.

Gerade in der Geschichte der Astronomie finden sich jedoch zahlreiche Mythen und Irrtümer, die sich mitunter über Jahrhunderte hielten.

 

 

Dies mag daran liegen, dass Wissenschaftler und Forscher im Allgemeinen ein hohes Ansehen genossen und genießen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden daher eher selten angezweifelt oder in Frage gestellt, sondern eher als erklärbare, durch die Forschung belegte und logische Gesetzmäßigkeiten angenommen. Dennoch unterlaufen natürlich auch Forschern und Wissenschaftlern Fehler und immer wieder müssen Erkenntnisse revidiert oder zumindest korrigiert werden.

 

Einige der größten Mythen und Irrtümer der Astronomie stellt die folgende Übersicht nun vor:

 

Die Entstehung des Universums

In nahezu allen Religionen spielt die Schöpfungsgeschichte eine wichtige Rolle, denn die Menschen suchen seit jeher eine Antwort darauf, woher sie kommen. Nun hat jede Religion zwar ihre eigene Erklärung, im Kern basieren aber alle Erklärungen auf der Annahme, das ein Schöpfer oder eine übergeordnete Kraft das Universum aus den Mitteln erschaffen hat, die zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung standen.

Aus wissenschaftlicher Sicht gehören die Erklärungen allerdings in das Reich der Mythen und Legenden. So weiß die Wissenschaft heute, dass sich unser Universum vor rund 13,7 Milliarden Jahren in einem extrem heißen Zustand befand und dabei auf einen sehr kleinen Raum konzentriert war. Nun begann sich das Universum auszudehnen und diese Ausdehnung begann zunächst schlagartig mit einer Art Explosion, dem sogenannten Urknall. Später verlangsamte sich die Ausdehnung dann wieder, wobei die sehr langsame Ausdehnung bis heute anhält.

Der Zustand des Universums nach dem Urknall lässt sich mit einem sehr heißen, undurchsichtigen Brei vergleichen. Es dauerte 400.000 Jahre, bis das Universum soweit abgekühlt war, dass Licht nach außen drang und nach und nach erst Strukturen und später dann Planeten und Sterne entstanden.   

 

Das geozentrische Weltbild

Das geozentrische Weltbild wurde von Claudius Ptolemäus geprägt, der die Annahme zugrunde legte, dass die Erde den Mittelpunkt des Weltalls bildet und alle anderen Planeten und Sterne um die Erde kreisen. Die Glaubwürdigkeit dieses Weltbildes wurde aus mehreren Gründen nicht in Frage gestellt. So konnte der griechische Gelehrte die seinerzeit beobachteten Bewegungen der Planeten in seiner Theorie gut und nachvollziehbar erklären.

Außerdem führte er die sogenannten Epizyklen ein, die die kreisenden Planetenbewegungen auf den ebenfalls kreisförmigen Bahnen erklärten. Ein weiterer Grund war daneben aber sicherlich auch, dass die Vorstellung, Mittelpunkt des Weltalls zu sein, dem menschlichen Verständnis gefiel. In der Folge sollte das geozentrische Weltbild rund 1.500 Jahre lang für richtig gehalten werden.

Erst mit Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler und Galileo Galilei, die bessere Messinstrumente und präzisere Berechnungsmethoden nutzten, wurden immer mehr Beweise gefunden, die das geozentrische Weltbild widerlegten.

Vor allem die katholische Kirche reagierte allerdings empört und leugnete die Beweise nicht nur, sondern verfolgte die Anhänger des neuen Weltbildes als Ketzer, denn schließlich stimmte das geozentrische Weltbild mit den Ausführungen in der Bibel überein. Heute ist jedoch klar, dass die Erde weder Mittelpunkt des Universums war noch ist. 

 

Die kosmologische Konstante

Die kosmologische Konstante geht auf Albert Einstein zurück. Mit den Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie beschrieb er die Gravitationskraft. Die Gravitationskraft ist die Kraft, die bewirkt, dass sich zwei Massen gegenseitig anziehen. Zu der Zeit, als Einstein seine Gleichungen aufstellte, herrschte die Meinung, dass sich die Größe des Universums nicht ändert.

Die Gleichungen funktionierten aber nur, wenn das Universum seine Größe durch ein Zusammenziehen oder ein Ausdehnen verändert. Also führte Einstein mit der kosmologischen Konstante eine Konstante für ein gleichbleibendes Weltall ein. Nachdem Edwin Hubble jedoch bewiesen hatte, dass sich das Universum ausdehnt, revidierte Einstein seine Konstante und sprach in diesem Zusammenhang sogar von seiner größten Eselei.

Heute ist sich die Wissenschaft allerdings nicht sicher, ob die kosmologische Konstante tatsächlich ein so großer Irrtum war. Bei der Ausdehnung des Universum spielt nämlich die sogenannte Dunkle Energie eine große Rolle. Einstein kannte die Dunkle Energie zwar nicht, aber mithilfe der kosmologischen Konstante lässt sie sich sehr gut beschreiben, auch wenn die Wissenschaft dies bislang noch nicht beweisen kann.   

 

Beliebig lange Tage

Sir Isaac Newton war nicht nur ein genialer Wissenschafter, sondern auch ein sehr gläubiger Mensch. Als solcher bemühte er sich stets darum, die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung mit der kirchlichen Lehre in Einklang zu bringen. So waren für ihn die Kräfte, die er als Wissenschaftler beschrieb und berechnete, gleichzeitig Beweise für Gottes Wirken.

Als es darum ging, die biblische Schöpfungsgeschichte, nach der Gott die Erde in gerade einmal sechs Tagen erschaffen hat, und gleichzeitig das hohe Alter der Erde miteinander zu vereinbaren, lieferte Newton eine erstaunlich einfache, wenn auch falsche Erklärung.

So vertrat er die Auffassung, dass sich die Erde während ihrer Schöpfung so langsam gedreht hatte, dass jeder der sechs Tage beliebig, also nahezu unendlich lang sein konnte. Eine Erklärung dafür, weshalb sich die Erde aufgrund von Naturgesetzen wieder in ihrer normalen Geschwindigkeit dreht, blieb er allerdings schuldig.   

 

Leben auf dem Mars

Als die Erde und der Mars 1877 sehr nahe beieinanderstanden, nutze der italienische Astronom Giovanni Schiapanelli die günstige Konstellation, um sich näher mit dem Mars zu beschäftigen. Dabei fielen ihm längliche Strukturen auf, die er „canali“ nannte, was übersetzt Rinnen bedeutet.

Diese Strukturen hatten auch andere Wissenschaftler entdeckt. Bei der Übersetzung ins Englische sollte jedoch ein folgenschwerer Fehler passieren, denn aus den canali wurden canals und damit Wasserstraßen. Nun waren sich die Wissenschaftler im 19. Jahrhundert einig, dass nur hervorragende Ingenieure in der Lage sein konnten, derartige Wasserstraßen auf dem Mars zu bauen.

Also waren die Wissenschaftler überzeugt davon, dass es zivilisiertes Leben auf dem Mars geben musste, das gleichzeitig aber zu einer ernsthaften Bedrohung für die Erde erklärt wurde. Diese Angst vor einer möglichen Invasion durch Außerirdische blieb lange Jahre bestehen.

 

Weiterführende Artikel zur Evolution, Genealogie und über Stammbäume:

Infos und Fakten zu Blutgruppen und Blutgruppensystemen
Übersicht zu den häufigsten Erbkrankheiten
Theorien zu der Entstehung des Universums
Fakten und Informationen zum Vaterschaftstest
Tipps für die Auswahl einer Genealogie-Software
 

Thema: Die größten Mythen und Irrtümer der Astronomie

 
< Prev   Next >

mehr Artikel

Wenn das Haustier stirbt: Infos zu Tierbestattungen Wenn das Haustier stirbt: Infos zu Tierbestattungen    Rund 30 Millionen Haustiere leben in Deutschland treu an der Seite ihrer Besitzer. Mit etwa 13 Millionen Tieren stehen Katzen auf Platz 1. An zweiter Stelle folgen etwa 8 Millionen Hunde. Kleintiere wie Hamster und Meerschweinchen belegen den dritten Platz.  Ganzen Artikel...

Vererbung von Blutgruppen und Rhesusfaktor Infos und Übersicht über die Vererbung von Blutgruppen und des Rhesusfaktors Die Eigenschaften der roten Blutkörperchen bestimmen das jeweils einzigartige Blutgruppenmuster eines Menschen. Eine sehr große Rolle spielen die Blutgruppen und deren Muster beispielsweise bei Bluttransfusionen, denn die wichtigsten Merkmale des Spender- und des Empfängerblutes müssen übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, könnte es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen, die als Blutverklumpung bezeichnet werden. Blutverklumpung bedeutet, dass der Körper eine Abwehrreaktion gegen Spenderblut einer anderen Blutgruppe zeigt.   Ganzen Artikel...

Die beliebtesten Gräber prominenter Idole Bizarrer Kult - die "beliebtesten" Gräber prominenter Idole  Eigentlich soll ein Verstorbener in seiner Grabstätte die letzte Ruhe finden und schon als Kind lernt jeder, dass der Friedhof ein Ort der Stille ist. Andächtig, leise, bisweilen fast ein wenig ehrfürchtig und immer im Gedenken an den Toten werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Fröhlich zu lachen, sich lauthals zu unterhalten oder gar ein Erinnerungsfoto mit dem Grabstein zu schießen, gehört sich einfach nicht. Mit den ruhigen und besinnlichen Gepflogenheiten ist es aber schnell vorbei, wenn es sich um das Grab eines Prominenten handelt.   Ganzen Artikel...

Aktivitäten für ein spannendes erstes Lebensjahr Aktivitäten für ein spannendes erstes Lebensjahr   Das erste Lebensjahr des Kindes ist für alle Beteiligten spannend. Vor allem beim ersten Kind müssen die Eltern in ihre neue Rolle hineinwachsen und die Familie muss sich als Familie finden, während das Baby mit jedem Monat ein Stückchen mehr in der Welt ankommt. Verschiedene Aktivitäten fördern dabei sowohl die Entwicklung des Babys als auch das Eltern- und Familiengefühl.   Entwicklungsschübe in den ersten Lebensmonaten  Ganzen Artikel...



Was kennzeichnet einen modernen Vater? Was kennzeichnet einen modernen Vater?   Der Vater geht arbeiten, bringt das Geld nach Hause und ernährt so die Familie, während sich die Mutter um die Kinder und den Haushalt kümmert: Diese klassische Rollenverteilung ist längst überholt. Sie wurde von moderneren Modellen abgelöst, die mehr Selbstbestimmung bei der Aufgabenverteilung enthalten. Doch was kennzeichnet einen modernen Vater? Wie sieht er seine Rolle in der heutigen Zeit? Wann ist ein Vater ein guter Vater? Und wie schwer tun sich die Väter damit, den Beruf und die Familie unter einen Hut zu bekommen? Wissenschaftler sind solchen Fragen nachgegangen und dabei auf große Abweichungen zwischen der idealisierten Vaterrolle und der praktischen Umsetzung in der Realität gestoßen.   Die eigenen Väter als Negativbeispiele  Ganzen Artikel...

Translation

Themengebiete

Physikalische ungelöste Rätsel
Einige der spannendsten physikalischen Rätsel, die die Forschung bis heute nicht gelöst hat Die Wissenschaft neigt durchaus ein we...
Erscheinungen von Geistern und Dämonen
Einige der schaurigsten Erscheinungen von Geistern und Dämonen Die meisten Menschen haben keine Geister oder Dämonen gesehen und i...
Home-Office und Kinderbetreuung - 7 Tipps
Home-Office und Kinderbetreuung - 7 Tipps Mehr Flexibilität, eigenständiges Arbeiten, keine Pendlerwege und eine bessere Verei...
Infos Familienwappen
Infos rund um das Familienwappen Zunächst handelt es sich bei Wappen um bildliche, gleichbleibende Kennzeichen einer Körperschaft...
Die Geschichte der Ehe
Die Geschichte der Ehe Für Ahnenforscher ist eine Eheschließung ein wichtiger Anhaltspunkt. Durch eine Hochzeit ändert sich...
Wie sollten Ahnenforscher Ihre Daten sammeln und speichern
Wie sollten Ahnenforscher Ihre Daten sammeln und speichern, auf dem Papier oder dem PC? Bei der Familien- und Ahnenforschung ist es von gro&...

themesclub.com cms Joomla template
Copyright © 2026 Stammbaum Vorlagen - Familie, Tipps und Ratgeber  -  All Rights Reserved.
design by themesclub.com
themesclub logo
Autoren & Betreiber Artdefects Media Verlag