You are at: Der Stammbaum arrow Biologie Stammbaum arrow Stammbaum Erde arrow Lateinische Redewendungen zum Beeindrucken im Alltag
Lateinische Redewendungen zum Beeindrucken im Alltag E-mail

Lateinische Redewendungen,

mit denen Schlaumeier auch im

Alltag beeindrucken können  

Im Zusammenhang mit der Ahnenforschung ist es recht hilfreich, zumindest einige lateinische Vokabeln zu kennen. Viele Eintragungen beispielsweise in Kirchenbüchern, Akten und Dokumenten wurden auf Latein vorgenommen.

Aber auch in alltäglichen Situationen kann der Klugscheißer mit gezielt platzierten Sprüchen durchaus glänzen. 

 

 

Ein paar lateinische Redewendungen, mit denen Schlaumeier auch im Alltag beeindrucken können,
listet die folgende Übersicht auf: 
 

 

Ave, Caesar, morituri te salutant.

- Heil dir, Cäsar, die Todgeweihten grüßen Dich!

Im Lateinunterricht und auch an diversen anderen Stellen wird immer wieder erklärt, diese Worte wären die Grußformel römischer Gladiatoren vor einem Kampf gewesen. Tatsächlich ist dieser Satz aber nur von Sueton, einem römischen Schriftsteller und Verwaltungsbeamten, überliefert.

Er legte den Ausspruch zum Tode Verurteilten in den Mund, die anschließend einen Schaukampf bestritten. Von ausgebildeten Gladiatoren hingegen spricht Sueton nicht. Im Alltag können Schlaumeier immer dann mit diesem Zitat Eindruck schwinden, wenn sie sich einer etwas unangenehmeren Aufgabe gegenübersehen, etwa einem Gespräch mit dem Chef oder dem Bankberater.

Natürlich ist der Ausspruch in Alltagssituationen meist mit einem Augenzwinkern gemeint, aber zumindest ein Grinsen vom Gegenüber sollte drin sein.    

 

Carpe diem. - Genieße den Tag.

Dieses Zitat, das viele aus dem Film „Der Club der toten Dichter“ kennen, wird häufig mit „Nutze den Tag“ übersetzt. Das ist so aber falsch, denn der römische Dichter Horaz wollte nicht dazu ermahnen, fleißig zu sein. Vielmehr wollte er zum Ausdruck bringen, dass das Leben zu kurz ist, um es nicht zu genießen.

Das Zitat geht nämlich noch weiter und lautet eigentlich „Carpe diem quam minimum credula postero.“ Übersetzt heißt der Ausdruck somit „Genieße den Tag mit einem Minimum an Vertrauen in das, was danach folgt.“ Gewiefte Lateiner sprechen aber ohnehin lieber von „Carpe noctem“, also davon, die Nacht zu genießen.  

 

Errare humanum est. - Irren ist menschlich.

Dieses Zitat stammt aus einem Brief von dem Gelehrten und Theologen Hieronymus. Ähnliche Gedanken, dass sich Menschen durchaus irren können, finden sich auch bei Cicero. Recht nützlich ist die Phrase, um seinem Gegenüber mitzuteilen, dass jeder einen Fehler machen kann, egal ob es um den eigenen oder den Fehler des anderen geht.

Richtig Eindruck schinden kann der Schlaumeier aber, wenn er das Zitat in voller Länge kennt, denn nur wenige wissen, dass der Satz eigentlich noch weitergeht. Vollständig heißt der Ausspruch „Errare humanum est, in errore perseverare stultum.“, was übersetzt bedeutet „Irren ist menschlich, im Irrtum beharren ist dumm.“   Homo sum.

 

Humani nil a me alienum punto. -

Ich bin ein Mensch. Nichts Menschliches ist mir fremd.

Dieses Zitat vom römischen Dichter Terenz ist eine Art Universalwaffe. Ob nun jemand seine eigenen Verfehlungen beichtet, das Für und Wider seiner Lebensplanungen abwägt oder sich über einen Dritten beklagt, mit diesem schlauen Spruch kann der Klugscheißer das Gespräch elegant beenden, ohne die Ausführungen weiter kommentieren zu müssen.  

 

Pecunia non olet. - Geld stinkt nicht.

Im alten Rom war Urin sehr begehrt, denn aus Urin bildet sich alkalisches Ammoniak und dieses wurde für die Verarbeitung von Leder und die Reinigung von Wäsche benötigt. Als Einnahmequelle für den angeschlagenen Finanzhaushalt führte Kaiser Vespasian eine spezielle Latrinensteuer auf öffentlichen Toiletten ein, um durch den Verkauf von Urin die leere Staatskasse wieder aufzufüllen.

Nach einer Überlieferung von Sueton soll Kaiser Vespasian die Steuer vor seinem Sohn Titus gerechtfertigt haben, indem er ihm die Einnahmen unter die Nase hielt und fragte, ob das Geld stinke. Titus verneinte und im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus die Redewendung, dass Geld nicht stinkt.

Nachdem bis heute Finanzprobleme aller Art gelöst werden wollen, sowohl im Privaten wie auch auf dem politischen Parkett, hat der Schlaumeier somit einen idealen Spruch an der Hand, um am Stammtisch den Klugen heraushängen zu lassen. 

 

Quo vadis? - Wohin gehst Du?

Hinter dieser kleinen, unscheinbaren Frage verbirgt sich eine ganze Philosophie und Weltanschauung, je nach Person auch mit religiösen Zügen. Die Frage, wohin jemand geht, zielt nämlich auf den Sinn des Lebens ab, also wohin der Weg führt und was wohl in fünf, zehn oder zwanzig Jahren sein wird.

Ganz so hochtrabend muss es der Schlaumeier aber nicht halten, denn heute kommt die Frage üblicherweise zum Einsatz, wenn etwas in die falsche Richtung zu gehen scheint oder nicht klar ist, wohin das alles noch führen soll.

Ursprünglich stammt die Frage wohl aus apokryphen Akten. Demnach soll Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom Christus begegnet sein und ihn gefragt haben, wohin er gehe. Dieser soll geantwortet haben, dass er nach Rom zurückkehre, um sich ein zweites Mal kreuzigen zu lassen. Daraufhin machte Petrus kehrt und wurde nach seiner Gefangennahme und Kreuzigung zum Märtyrer. 

 

Veni, vidi, vici. - Ich kam, ich sah, ich siegte.

Das berühmte Zitat von Cäsar ist sowohl vom griechischen Schriftsteller Plutarch als auch vom Römer Sueton überliefert. Cäsar soll es verwendet haben, um damit über seine Fortschritte bei seinen Triumphzügen zu berichten und gleichzeitig eindrucksvoll zu schildern, wie leicht, schnell und vernichtend er die Truppen von Pharnakes geschlagen hatte.

Heute kann der Schlaumeier in verschiedenen Situationen mit diesem Zitat auftrumpfen, etwa wenn er sich erfolgreich durchgesetzt hat oder einen beruflichen Erfolg verbuchen konnte, aber auch im Zusammenhang mit einem Erlebnis sexueller Art.

Mehr Berichte, Tipps und Vorlagen:

Geschichten und Legenden über die Inka
Die schönsten Bräuche und Riten rund um Neujahr
Einige der hilfreichsten Mittel, um das Wetter vorherzusagen
Einige der weltweit kuriosesten Riten und Bräuche zu Karneval
Versöhnungsgesten in den vergangenen Jahrzehnten
Geschichte - einige legendäre deutsche Räuber 

Thema: Lateinische Redewendungen zum Beeindrucken im Alltag

 
< Prev   Next >

mehr Artikel

Stammbaumanalyse Uebungen Stammbaumanalyse Übungen Die Stammbaumanalyse gehört zusammen mit der Zwillingsforschung, der Analyse von Karyogrammen und der populationsstatistischen Methode zu den ältesten Verfahren im Zusammenhang mit der Erbforschung beim Menschen.Im Wesentlichen kümmert sich die Stammbaumanalyse dabei um drei Fragen, nämlich:1.       ob das jeweilige Merkmal dominant oder rezessiv vererbt wird,2.       ob die Vererbung des jeweiligen Merkmales gonosomal oder autosomal erfolgt und3.       welche sicheren und welche möglichen Genotypen auftreten.   Ganzen Artikel...

Was ändert sich beim Konto, wenn das Kind 18 wird? Was ändert sich beim Konto, wenn das Kind 18 wird?   Viele Kinder und Teenager haben entweder noch gar kein eigenes Konto oder sie nutzen ein spezielles Kontomodell für Minderjährige. Doch mit Beginn der Volljährigkeit ergeben sich einige Änderungen. Wir fassen zusammen, was sich beim Konto ändert, wenn das Kind 18 wird.   Bleibt ein bestehendes Girokonto über die Volljährigkeit hinaus kostenfrei?  Ganzen Artikel...

Regeln zur Forschung im Archiv Infos und Regeln zur Forschung im Archiv Im Zuge der Forschung nach Familienmitgliedern und Vorfahren gibt es viele Quellen, die wertvolle Informationen liefern können. In den meisten Fällen werden zunächst die familieneigenen Unterlagen und Fotoalben, die zuständigen Ämter und Behörden sowie das Internet zu Forschungszwecken genutzt. Eine weitere Möglichkeit besteht dann darin, die jeweiligen Archive aufzusuchen und die dort vorhandenen Materialien zu durchforsten.   Ganzen Artikel...

Die wichtigsten Infos zur Veröffentlichung von Kinderfotos Die wichtigsten Infos zur Veröffentlichung von Kinderfotos Die Geburt eines Kindes, ein Treffen im Familienkreis, eine Geburtstagsfeier, Veranstaltungen im Kindergarten und in der Schule oder einfach nur so zwischendurch: Es gibt ständig Gelegenheiten, um Fotos vom Nachwuchs zu schießen.    Ganzen Artikel...



Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Was heißt das eigentlich? Teil 1 Rechtsanspruch auf Kita-Platz: Was heißt das eigentlich? Teil 1   Seit dem 1. August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ihr ein bis drei Jahre altes Kind. Der gesetzlich verankerte Anspruch soll die frühkindliche Förderung stärken und die Eltern entlasten. Doch was in der Theorie gut klingt, erweist sich in der Praxis mitunter als schwierig. Aktuellen Zahlen zufolge fehlen in Deutschland nämlich über 340.000 Krippen- und Kita-Plätze.  Ganzen Artikel...

Translation

Themengebiete

Ein Pflegekind aufnehmen - die wichtigsten Infos, 2. Teil
Ein Pflegekind aufnehmen - die wichtigsten Infos, 2. Teil Pflegefamilien leisten eine wichtige und wertvolle Aufgabe. Denn sie bieten e...
Stammbaeume in der Psychotherapie
Stammbäume als Hilfsmittel in der Psychotherapie Früher oder später muss sicherlich jeder die Erfahrung machen, dass das Lebe...
An diesen Orten wird Atlantis vermutet
Infos für Hobby-Forscher: an diesen Orten wird Atlantis vermutet Frühe Hochkulturen üben eine ganz besondere Faszination aus,...
Die schwäbisch-alemannische Fasnet
Die schwäbisch-alemannische Fasnet Den meisten ist der rheinische Karneval ein Begriff. Alljährlich am 11.11. um 11.11 Uhr wird di...
Übersicht: Die wichtigsten Leistungen für Familien, 2. Teil
Übersicht: Die wichtigsten Leistungen für Familien, 2. Teil Familien brauchen nicht nur Rahmenbedingungen, die ein glückliche...
Grundstrukturen molekularer Stammbaeume
Grundstrukturen molekularer Stammbäume Zunächst befasst sich die Molekularbiologie mit den Strukturen, Biosynthesen und Funktione...

themesclub.com cms Joomla template
Copyright © 2026 Stammbaum Vorlagen - Familie, Tipps und Ratgeber  -  All Rights Reserved.
design by themesclub.com
themesclub logo
Autoren & Betreiber Artdefects Media Verlag