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Eine Ahnentafel selber machen - Infos und Tipps, 2. Teil 

Die Erforschung der eigenen Familiengeschichte kann sehr spannend sein und überaus interessante Erkenntnisse liefern. Und die Ergebnisse der Recherche lassen sich in einer Ahnentafel dokumentieren.

 

 

Ein altes Fotoalbum, das einem beim Stöbern auf dem Dachboden zufällig in die Hände fällt. Die Geschichten von früher, die bei Familientreffen regelmäßig erzählt werden und auf einmal doch ganz interessant klingen. Eine Begegnung mit einem bislang unbekannten Verwandten. Ein weiterer Todesfall in der Familie. Die Erkenntnis, eigentlich kaum etwas über die Herkunft und die Verwandtschaft zu wissen. - Für die Erforschung der Familiengeschichte und die Suche nach den Ahnen kann es viele verschiedene Auslöser geben. Und wer in die Genealogie, so der Fachbegriff für die Ahnen- und Familienforschung, einsteigt, wird schnell feststellen, wie spannend und interessant dieses Hobby ist.  

Andererseits ist die Familienforschung ziemlich komplex. Schließlich kommen mit jeder neuen Generation weitere Personen dazu und je weiter es in die Vergangenheit zurückgeht, desto größer wird die Anzahl der Verwandten. Andersherum wird es immer wieder Zweige geben, die irgendwann einfach aufhören. Und auch was die Forschungsarbeit selbst angeht, warten einige Herausforderungen. So müssen Quellen gefunden und Unterlagen ausgewertet werden.

Um den Überblick nicht zu verlieren, muss sich der Familienforscher verschiedene Aufzeichnungstechniken aneignen und sich mit gängigen Fachausdrücken vertraut machen. Aber auch die Familienforschung beginnt mit dem ersten Schritt. Und in einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps zusammengetragen, so dass der Hobby-Genealoge am Ende seine erste Ahnentafel erstellen kann. Dabei ging es im 1. Teil darum, was eine Ahnentafel überhaupt ist, wodurch sich die Ahnentafel vom Stammbaum unterscheidet und was es mit den Kekulé-Zahlen auf sich hat.

Hier ist der 2. Teil. 

 

Wofür werden Ahnentafeln verwendet?

In der Familiengeschichtsforschung werden Ahnentafeln angelegt, um die Vorfahren zu dokumentieren. Dabei erfasst eine Ahnentafel immer beide leiblichen Elternteile einer Person. In der Ahnentafel wird also zu jeder Person notiert, wer ihr Vater und wer ihre Mutter ist. Deshalb lässt sich nachvollziehen, von wem eine Person in gerader Linie abstammt. Wenn in der Ahnentafel nur die Namen der Vorfahren stehen würden, wäre die Ahnentafel aber letztlich nicht viel mehr als eine Skizze oder Orientierungshilfe. Daher sind in der Genealogie Ahnentafeln in Listenform üblich. Hier werden zu jeder Person, sofern vorhanden, folgende Informationen vermerkt:

·         Familienname und Vorname/n; hat eine Person mehrere Vornamen, wird der Rufname unterstrichen

·         Geburtsdatum und Geburtsort

·         Beruf

·         Hochzeitstag und Ort der Eheschließung

·         Religion

·         Todestag und Todesort

·         weitere Angaben wie Geschwister, Kinder, Grundbesitz oder besondere Merkmale

 

Die Felder für die einzelnen Ahnen können auf dem Blatt waagerecht oder senkrecht angeordnet sein. Ist eine Seite voll, bildet der Vorfahr mit der höchsten Kekulé-Zahl den Ausgangspunkt der nächsten Ahnentafel. Gleichzeitig werden die Kekulé-Zahlen auch als Seitenzahlen verwendet. Die verschiedenen Ahnentafeln werden also nicht mit 1, 2, 3 usw. nummeriert und in dieser Reihenfolge abgeheftet. Stattdessen ist die Kekulé-Zahl des Vorfahren, auf dem die jeweilige Ahnentafel basiert, auch die Seitenzahl dieser Ahnentafel. 

Ahnentafeln in der Tierzucht

Ahnentafeln kommen nicht nur in der Genealogie, sondern auch in der Tierzucht zum Einsatz. Dabei sind sie besonders in der Hundezucht weit verbreitet, wo umgangssprachlich auch von Papieren gesprochen wird. In der Hundezucht ist eine Ahnentafel eine Abstammungsurkunde, die nachweist, von welchen Elterntieren ein Rassehund abstammt. Solche Ahnentafeln werden von den Rassezuchtvereinen ausgestellt und in Zuchtbüchern festgehalten.

Um sicherzustellen, dass die Ahnentafeln anerkannt werden, gibt es zwischen den Rassezuchtvereinen und den übergeordneten Dachverbänden wie beispielsweise dem FCI entsprechende Vereinbarungen. Eine Ahnentafel sagt allerdings weniger über den jeweiligen Hund aus. Stattdessen informiert sie in erster Linie über die Elterntiere und die weiteren Vorfahren und damit über die Abstammung des Hundes.

Hobbyzüchter geben den Käufern beim Verkauf der Welpen manchmal ebenfalls Ahnentafeln mit. Solche selbst erstellten Ahnentafeln sind aber in erster Linie eine schöne Geste und ein nettes, informatives Andenken. Für Zuchtverbände sind diese Ahnentafeln ohne Bedeutung, von ihnen werden sie nicht anerkannt. 

 

Wie kann der Hobby-Genealoge eine Ahnentafel selber machen?

Zunächst braucht der Hobby-Genealoge eine leere Ahnentafel. Solche Vorlagen gibt es in unzähligen Varianten im Internet und viele davon können kostenlos heruntergeladen werden. Genauso kann sich der Hobby-Genealoge aber auch seine eigene Vorlage erstellen. Wie das aussehen kann, zeigt der Vordruck am Ende dieses Beitrags. Zunächst sollte es der Hobby-Genealoge aber bei vier, höchstens fünf Generationen pro Ahnentafel belassen.

Sonst wird es schnell zu kompliziert. Zudem wird er für frühere Generationen wahrscheinlich ohnehin erst noch recherchieren müssen. Als nächstes muss sich der Hobby-Genealoge überlegen, wer die Ausgangsperson seiner Ahnentafel sein soll. Hier gilt der Rat, dass der Hobby-Genealoge nicht mit sich selbst beginnen sollte. Denn für eine erfolgreiche Ahnenforschung ist wichtig, dass der Hobby-Genealoge ein Gefühl für seine Familienlinien entwickelt.

Und das fällt leichter, wenn er mit einer anderen Person anfängt. Außerdem dient jede erstellte Ahnentafel als Arbeitsgrundlage für die weiteren Forschungen. Später kann der Hobby-Genealoge seine Ahnentafeln als Familienchronik in ein Buch einsortieren oder seine Erkenntnisse als Stammbaum darstellen. Hat sich der Hobby-Genealoge für eine Ausgangsperson entschieden, trägt er diese Person als Proband in seine Ahnentafel ein.

Anhand seiner Unterlagen oder sonstigen Informationen ermittelt er anschließend, wer der Vater und wer die Mutter des Probanden ist. Sie trägt er ebenfalls in die Ahnentafel ein. Danach geht es mit den vier Großeltern und den acht Urgroßeltern weiter. So arbeitet sich der Hobby-Genealoge nach und nach durch die verschiedenen Generationen und erstellt auf diese Weise Ahnentafeln mit seinen Vorfahren.  

Mustervorlage für eine Ahnentafel

[Ahnentafel]

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